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Häufung von Fällen mit Kippflügeln bei Kanadagänsen am Volksgartenweiher

14.07.2017

Am Volkgartenweiher sind zwei diesjährige Kanadagänse mit Kippflügeln beobachtet worden. Sie wurden gesichert und zur weiteren Behandlung in eine Auffangstation gebracht. Es besteht eine gute Chance, dass sich die Kippflügelfehlstellung noch korrigieren lässt und beide Tiere flugfähig werden.

Am Volkgartenweiher lebt bereits seit ca. zwei Jahren eine weitere Kanadagans mit Kippflügeln.

Der sogenannte Kippflügel ist eine Gelenkerkrankung, die bei Gänsen und anderen Wasservögeln während der Wachstumsphase auftritt. Das gleichmäßige Wachstum der Knochen und Federn ist dabei gestört und führt zu einer Verdrehung der Flügel, die dann nach unten „kippen“ und z.T. auf dem Boden schleifen. Die betroffenen Tiere sind dauerhaft flugunfähig.

Die genaue Ursache für die Erkrankung ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Evtl. handelt es sich um einen Gendefekt. Es gibt aber auch Hinweise auf falsche Ernährung als Ursache z.B. durch Füttern mit zuviel Brot.

In einigen Fällen ist es gelungen, die Erkrankung erfolgreich zu behandeln. Dazu ist es allerdings notwendig, dass das Tier sofort nach Auftreten der ersten Anzeichen eines Kippflügels (ein bis zwei Wochen nach dem Umkippen) behandelt wird. Eine erfolgreiche Behandlung älterer Tiere ist derzeit nicht möglich.

Solange die Gelenke noch weich sind und sich der Flügel in seine natürliche Position einfalten lässt, wird er durch eine spezielle Verbandstechnik fixiert. So können die Flügel in ihrer ursprünglichen Form wachsen. Nach ca. zwei Wochen wird der Verband entfernt. Danach müssen die Gelenke noch eins bis zwei Wochen aushärten, bevor die Vögel wieder in ihr altes Revier zurück kommen. Ob der Vogel wieder fliegen kann, lässt sich immer erst nach der Behandlung sagen.

 

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